Die bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur entstehenden Kosten (technische Erstausstattung und laufende Betriebskosten) bekommen Praxen und Apotheken erstattet. Für die verschiedenen technischen Komponenten haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) sowie der Deutsche Apothekerverband (DAV) Finanzierungsvereinbarungen mit dem GKV-Spitzenverband getroffen. Erfahren Sie hier, welche TI-Förderung Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Apotheker für den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) erhalten.

Der eHBA ist für den Zugang zur TI keine Pflicht, wird jedoch für die künftigen medizinischen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte benötigt, z. B. das Notfalldatenmanagement oder die ePatientenakte. Er ermöglicht die qualifizierte elektronische Signatur, also die rechtsgültige digitale Unterschrift.

Herausgeber des eHBA sind die Landesärztekammern für Ärzte, die Landeszahnärztekammern für Zahnärzte, die Landespsychotherapeutenkammern für Psychotherapeuten sowie die (Landes-)Apothekerkammern für Apotheker. Produziert wird der Ausweis von zugelassenen Vertrauensdiensteanbietern (VDA) wie z. B. medisign.

Zwei Generationen von eHBA

Für die TI werden eHBA ab der zweiten Generation (G2) benötigt. Für Apotheker bietet medisign diese Ausweise bereits an. Bei den anderen Heilberufsgruppen durchläuft der Vertrauensdiensteanbieter derzeit noch den Zulassungsprozess und wird die eHBA G2 in Kürze produzieren.

Die bislang bei medisign angebotenen eHBA der Vorläufergeneration (auch Generation 0 genannt)  ermöglichen außerhalb der TI eine Reihe praktischer Anwendungen und lassen sich teilweise auch in der TI nutzen.

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Nach erfolgter Zulassung können Bestandskunden ihren bisherigen eHBA auch innerhalb der Mindestlaufzeit von 24 Monaten kostenfrei gegen den G2-Ausweis eintauschen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Praxis einen Konnektor mit Anwendungen für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) im Einsatz hat.

Pauschalen für den Heilberufsausweis

Übrigens: Beide Generationen des eHBA sind im Rahmen der gesetzlichen Regelungen gleichermaßen erstattungsfähig. Die Betriebskosten werden wie folgt übernommen:

  • Ärzte & Psychotherapeuten: 11,63 €/Quartal & Karte
  • Zahnärzte: 233 € als Einmalzahlung für 5 Jahre pro Karte
  • Apotheken: 449 € als Einmalzahlung für 5 Jahre pro Karte

Detaillierte Informationen zu den technischen Komponenten, die Praxen bzw. Apotheken für die TI-Anbindung benötigen, und deren Finanzierung finden Sie hier:

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