Praxen bekommen die Kosten für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur erstattet. Sowohl die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) als auch die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) haben sich mit dem GKV-Spitzenverband auf Beträge für die technische Erstausstattung und die laufenden Betriebskosten geeinigt. Erfahren Sie hier, welche TI-Förderung Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten für den Praxisausweis (SMC-B) erhalten.

Pauschalen für den Praxisausweis

Mit dem Praxisausweis (Security Module Card - Betriebsstätte, kurz SMC-B) authentisiert sich eine Betriebsstätte (Praxis, Klinik oder Apotheke) gegenüber den Diensten der TI, weist sich also als berechtigter Teilnehmer aus und kann Patientendaten auf der eGK auslesen.

Herausgeber des Praxisausweises sind die Kassenärztlichen Vereinigungen für Fachärzte und Psychotherapeuten sowie die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen für Zahnärzte. Produziert wird der Ausweis von vertraglich verifizierten Vertrauensdiensteanbietern (VDA) wie medisign.

Die Betriebskosten für die SMC-B werden wie folgt übernommen:

  • Ärzte & Psychotherapeuten: 23,25 € pro Quartal & Karte
  • Zahnärzte: 450 € als Einmalzahlung für 5 Jahre pro Karte

Kostendeckende TI-Förderung

Entscheiden sich Ärzte und Psychotherapeuten für die quartalsweise Abrechnung des medisign Praxisausweises (23,25 Euro/Quartal), werden die Kosten  durch die SMC-B-Fördersummen komplett abgedeckt. Bei der jährlichen Zahlungsweise (92 Euro/Jahr) liegen die Kosten sogar leicht unter der Pauschale.

Da die SMC-B-Pauschale für Zahnärzte zum Jahreswechsel 2018/2019 von 480 auf 450 Euro gekürzt wurde, liegen die Kosten für den medisign Praxisausweis nun leicht über der o. g. Erstattungssumme: Auf fünf Jahre gerechnet, beträgt der Jahrespreis 460 Euro, der Quartalspreis 465 Euro.

Refinanzierung erst nach erfolgtem VSDM!

Bei der SMC-B-Beantragung ist zu bedenken, dass die Berechnung seitens medisign ab dem Zeitpunkt der Produktion des Ausweises beginnt. Die in den Finanzierungsvereinbarungen festgelegten Betriebskostenpauschalen werden indes erst nach der Inbetriebnahme der TI-Komponenten, d. h. nach dem ersten durchgeführten Versicherungsstammdaten-Abgleich (VSDM) ausgezahlt.

Praxen, die Haus- und Pflegeheimbesuche durchführen und somit einen Anspruch auf ein mobiles eHealth-Terminal haben, wird pro Terminal ein weiterer Praxisausweis finanziert (s. auch "mobiles eHealth-Terminal").

Detaillierte Informationen zu den technischen Komponenten, die Praxen für die TI-Anbindung benötigen, und deren Finanzierung finden Sie hier:

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