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SMC-B: So lassen sich Probleme beim TI-Zugang lösen

Verschiedene Medien berichten aktuell, dass es seit Jahresbeginn mit Praxis- und Institutionsausweisen (SMC-B) von medisign vereinzelt zu Beeinträchtigungen bei der TI-Anbindung kommt. Erfahren Sie hier mehr über die Hintergründe, wie sich das Problem einfach lösen lässt und was mit Blick auf elektronische Heilberufsausweise (eHBA) zu beachten ist.

medisign SMC-B

Neuregistrierung mit ECC-Zertifikat

Zu Verbindungsproblemen kommt es, wenn für den TI-Zugang inzwischen abgelaufene RSA-Zertifikate der SMC-B genutzt werden - und nicht die gültigen ECC-Zertifikate, so wie es vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ja ab Anfang 2026 vorgesehen war.

Die Probleme liegen nicht an der SMC-B selbst, sondern sind im Wechsel des Verschlüsselungsalgorithmus begründet.

Die Lösung: In der Praxis oder Apotheke muss der Konnektor am VPN-Zugangsdienst mit dem ECC-Zertifikat der SMC-B neu registriert und die Praxis-/Apothekensoftware entsprechend konfiguriert werden. Hierzu sollten sich betroffene Anwender an ihren Softwareanbieter oder Dienstleister vor Ort (DVO) wenden.

Wie viele Anwender sind betroffen?

Potenziell betroffen sind Praxen und Apotheken, die im Zeitraum November-Dezember 2024 eine SMC-B bei medisign beantragt haben - das sind maximal 2.100 SMC-B-Inhaber. Wer davon bereits mit dem ECC-Zertifikat am VPN-Zugangsdienst registriert war/ist, hat keinerlei Probleme mit dem TI-Zugang.

Zum Hintergrund: Im Jahr 2024 hatte die gematik beschlossen, dass die Nutzung von RSA-2048-Zertifikaten für SMC-B nur bis zum 31.12.2025 erlaubt sein wird. Daher hatte medisign im November 2024 bei den SMC-B der Generation 2.1 die Gültigkeit der RSA-Zertifikate auf den 31.12.2025 beschränkt.

Nachdem im Dezember 2024 erste Gerüchte aufkamen, dass das RSA-Verschlüsselungverfahren für die SMC-B u. U. doch verlängert werden könnte, hatte medisign die Laufzeitbeschränkung der RSA-Zertifikate auf den SMC-B wieder umgestellt und der Laufzeit der ebenfalls auf den Karten enthaltenen ECC-Zertifikate angeglichen.

Im genannten Zeitraum November-Dezember 2024 wurden ca. 2.100 SMC-B ausgeliefert, deren RSA-Zertifikate seit dem 01.01.2026 ungültig, deren ECC-Zertifikate jedoch weiterhin gültig sind.
Die im Jahr 2025 ausgiebig durchgeführten ECC-Testwochen der gematik haben gezeigt, dass auch diese SMC-B mit ECC-only-Zertifikaten problemlos in der TI genutzt werden können - durch eine Neuregistrierung des Konnektors wie oben beschrieben.

Sind auch eHBA betroffen?

Da seitens der Bundesnetzagentur (BNetzA) bereits seit März 2022 bekannt war, dass für qualifizierte elektronische Signaturen (QES) die Nutzung von RSA-2048-Zertifikaten bis zum 31.12.2025 befristet ist, hat medisign bei seinen eHBA der Generation 2.1, welche sowohl mit RSA- als auch ECC-Zertifikaten bestückt sind, die Laufzeit der RSA-QES-Zertifikate auf den 31.12.2025 beschränkt.

Dies führt dazu, dass seit dem 01.01.2026 mit diesen Ausweisen nicht mehr mit dem inzwischen ungültigen RSA-Zertifikat, sondern ausschließlich mit dem ECC-Zertifikat qualifiziert signiert werden kann.

Grundsätzlich muss die Praxis-/Apothekensoftware so eingestellt sein, dass sie für die Signatur präferiert ein vorhandenes ECC-Zertifikat verwendet. Erst, wenn dieses nicht vorhanden sein sollte (so wie bei Ausweisen der Generation 2.0 der Fall), sollte auf RSA-Zertifikat zurückgegriffen werden.

Übergangsregelung für eHBA 2.0

Im November 2025 hatte die gematik gemeinsam mit der Bundesnetzagentur und der eIDAS-Zertifizierungsstelle SRC eine Übergangsregelung bezüglich älterer eHBA der Generation 2.0 (RSA-only) geschaffen. Demnach kann mit eHBA 2.0  bis zum bis zum 30.06.2026 ausnahmsweise weiterhin mit RSA-2048-Zertifikaten qualifiziert signiert werden, was bei entsprechender Softwareeinstellung auch weiterhin funktioniert.

Von RSA-only zu ECC-only

Während elektronische Heilberufsausweise (eHBA) der Kartengeneration 2.0 ausschließlich über RSA-Zertifikate (RSA-only) verfügen, besitzen Ausweise der Generation 2.1 neben den RSA- auch ECC-Zertifikate. Das bedeutet, dass auf diesen Karten insgesamt sechs Zertifikate enthalten sind: je eines für die qualifizierte Signatur (QES), die Verschlüsselung (ENC) und die Authentifizierung (AUT).

Seit dem 01.01.2026 geben alle Hersteller eHBA heraus, die ausschließlich über ECC-Zertifikate verfügen (ECC-only).

ECC-Zertifikate basieren auf der Elliptischen-Kurven-Kryptografie und erfüllen damit die aktuell höchsten Sicherheitsstandards.

Katja Chalupka
 

Presse-Ansprechpartnerin:

Katja Chalupka

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