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Elektronischer Arztbrief

Informationen schnell und sicher übermitteln

Schon länger können Ärzte und Psychotherapeuten elektronische Arztbriefe direkt aus dem Praxisverwaltungssystem heraus versenden und empfangen. Mit dem eArztausweis (eHBA) von medisign werden diese rechtsgültig unterzeichnet.

Besondere Sicherheitsanforderungen

Zu den Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) gehört der Austausch elektronischer Arztbriefe. Tatsächlich übermitteln Ärzte und Psychotherapeuten bereits seit einigen Jahren - schon vor dem Start der TI - Arzt- und Entlassbriefe per Datenleitung. Hierfür gelten besondere Sicherheitsanforderungen:

Der Versand und Empfang muss über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) erfolgen, etwa das Sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK). Der Zugang hierzu erfolgt über KV-SafeNet.

Der eArztbrief muss mit einer qualifizierten elektronischen Signatur (QES) versehen sein, d. h. mit dem elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) rechtsverbindlich unterzeichnet werden.

Das von der Praxis verwendete Praxisverwaltungssystem (PVS) muss durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) für den Austausch von eArztbriefen zertifiziert sein.

Der Kommunikationsdienst zur Übermittlung der Briefe muss eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachricht sowie die eindeutige Identifizierung von Absender und Empfänger gewährleisten. Diese Voraussetzungen erfüllen beispielsweise KV-Connect oder (in Schleswig-Holstein) SafeMail.

Förderung des eArztbriefs

Seit 2017 wird der eArztbrief-Austausch gemäß E-Health-Gesetz gefördert: Pro versendetem eArztbrief gibt es eine Pauschale von 55 Cent - aufgeteilt auf den Versender (28 Cent) und den Empfänger (27 Cent). Hinzu kommt seit 1. Juli 2020 eine Strukturförderpauschale für den Versand. Voraussetzung hierfür ist, dass die o. g. Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.

Laut KBV ist diese Vergütungsvereinbarung zeitlich begrenzt. Künftig dürfen Ärzte und Psychotherapeuten den eArztbrief nur noch dann abrechnen, wenn sie einen Kommunikationsdienst in der Telematikinfrastruktur (TI) nutzen: KIM (Kommunikation im Medizinwesen; vormals KOM-LE genannt). Als erster bundesweit einheitlicher Standard soll das sichere Übermittlungsverfahren (SÜV) gemäß §291 SGB V ermöglichen, über Einrichtungs-, System- und Sektorengrenzen hinweg zu kommunizieren und Arztbriefe, Befunde, Abrechnungen oder Röntgenbilder auszutauschen.