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Auch Vorläufer-Ausweise von medisign in TI einsetzbar

In der Telematikinfrastruktur (TI) können auch elektronische Heilberufsausweise (eHBA) der Vorläufergeneration sowie ZOD-Karten der Version 2.0 von medisign zum Einsatz kommen. So ist es zum Beispiel möglich, mit den Karten der so genannten Generation O (G0) Notfalldaten zu signieren.

Der elektronischen Heilberufsausweis der zweiten Generation (G2) gilt als Eintrittskarte für die neuen medizinischen Anwendungen der Telematikinfrastruktur. Aber auch die Vorläufermodelle von medisign können eingeschränkt verwendet werden. Dies wurde in Feldtests mit den neuen eHealth-Konnektoren erfolgreich unter Beweis gestellt.

eZahnarztausweise & ZOD-Karten 2.0

Mit den bisherigen medisign Ausweisen für Zahnärzte (eZahnarztausweis, ZOD-Karte 2.0) ist es möglich, in der TI qualifizierte Signaturen (QES) zu erzeugen und Dokumente zu verschlüsseln. Beim Notfalldatenmanagement (NFDM) funktioniert das Signieren der Daten einwandfrei. Auch der neue Kommunikationsstandard "Kommunikation im Medizinwesen", kurz KIM, lässt sich mit den Vorläuferkarten für Zahnärzte nutzen.

Notfalldaten mit G0-Arztausweis signiert

Ein Feldtest in Westfalen-Lippe, bei dem aktuell der im DGN TI Paket enthaltene eHealth-Konnektor von Secunet und der VPN-Zugangsdienst über Arvato erprobt wird, hat jetzt gezeigt: Auch der medisign eArztausweis der Generation 0 ist in der TI nutzbar. Dort konnte eine Arztpraxis mit der Vorläuferkarte einen Notfalldatensatz erfolgreich signieren. Da die G0-Ausweise die Card-to-Card-Authentifizierung nicht unterstützen, lässt sich der Datensatz nicht auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK) der Patienten schreiben. Alternativ ist dies jedoch auch mit Hilfe des Praxisausweises (SMC-B) möglich.

"Das ist eine prima Nachricht für unsere rund 28.000 Signaturkarten-Kunden, die ihre Ausweise teilweise bereits seit etlichen Jahren einsetzen - zum Beispiel für die papierlose Laborbeauftragung oder die Online-Abrechnung ", sagt medisign-Geschäftsführer Armin Flender. "Auch wenn wir den Wechsel auf G2 so komfortabel wie möglich und ohne Zusatzkosten gestalten werden, fällt nun der zeitliche Druck weg."

Ergänzung dieses Beitrags im Dezember 2020:

Inbetriebnahme von Vorläuferausweisen in der TI

Wer seinen G0-Ausweis auch in der TI nutzen möchte, sollte sich bei seinem Praxissoftware-Anbieter erkundigen, ob das eingesetzte Primärsystem eHBA-Vorläuferausweise in Verbindung mit der TI unterstützt. Zudem muss der Konnektor über das eHealth-Update für die medizinischen TI-Anwendungen (PTV3) verfügen. Dieses Update wird der Praxis von deren TI-Anbieter bzw. Dienstleister vor Ort (DVO) zur Verfügung gestellt.

Wer einen G0-eHBA besitzt, ihn jedoch bislang noch nicht in Betrieb genommen hat, sollte bitte Folgendes beachten: Die erforderliche PIN-Änderung wird durch den zuständigen Praxissoftware-Anbieter betreut. Praxen sollten sich daher bei ihrem PVS-Anbieter erkundigen, ob die für die PIN-Änderung zur Verfügung gestellte Software auch eHBA-Vorläuferausweise unterstützt.

Wechsel zu G2

Seit September 2020 ist medisign zugelassen, eHBA der 2. Generation (G2) an Ärzte und Zahnärzte auszugeben. Inhaber von Vorläuferausweisen haben die Möglichkeit, ohne Zusatzkosten zum eHBA G2 zu wechseln.

Die Vorläuferausweise (G0) werden nicht mehr produziert, werden beim Wechsel zu G2 jedoch nicht gesperrt und können bis zum Ende ihrer technischen Laufzeit weiterhin für bewährte Anwendungen (z. B. die papierlose Laboranforderung) eingesetzt werden.

Über medisign
Die medisign GmbH, ein gemeinsames Unternehmen der DGN Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, zählt mit rund 28.000 elektronischen Heilberufsausweisen (eHBA) zu den führenden Anbietern für qualifizierte eSignatur im Gesundheitswesen. Das Anwendungsspektrum reicht von der kassen- und privatärztlichen Online-Abrechnung über die digitale Laborbeauftragung bis hin zum signierten eArztbrief. Als zugelassener SMC-B-Anbieter hat medisign bereits über 90.000 elektronische Praxis- und Institutionsausweise an Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen sowie Apotheken ausgegeben, damit diese sich an die Telematikinfrastruktur (TI) anbinden können. Das 2004 gegründete Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf realisiert seine Kartenprodukte auf Grundlage des eIDAS-zertifizierten DGN Trustcenters.

Katja Chalupka
 

Presse-Ansprechpartnerin:

Katja Chalupka

Redaktion & Öffentlichkeitsarbeit
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