DGN und medisign: TI-Anbindung der Praxen läuft auf Hochtouren

Der eHealth-Dienstleister Deutsches Gesundheitsnetz (DGN) und der Signaturkarten-Anbieter medisign zeigen sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Roll-out der Telematikinfrastruktur: Über 11.000 DGN TI Starterpakete und mehr als 65.000 medisign Praxisausweise (SMC-B) sind bislang über das breite Partner-Netzwerk bestellt worden.

Bild: Der Praxisausweis von medisign

Nachdem der DGN TI Konnektor erst Mitte Dezember 2018 von der gematik zugelassen worden war, konnte die Auslieferung des TI Pakets erst ab Anfang dieses Jahres richtig durchstarten. In den ersten drei Monaten wurden bereits über 5.500 Praxen mit TI-Komponenten ausgestattet. "Angesichts der Vielfalt an Partnern und des viel zu knappen Zeitrahmens für die Installationen vor Ort durch kompetente Techniker ist dies eine enorme logistische Herausforderung für uns", berichtet Armin Flender, der sowohl beim DGN als auch bei medisign die Geschäfte führt. "Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die Praxen, die fristgerecht bei uns bestellt hatten, bis Ende Juni an die TI anzuschließen."

Das DGN bietet sein TI Starterpaket in Kooperation mit gut 20 Partnern, vor allem Praxissoftware-Herstellern sowie einigen Kliniken, an. "Unser Paket ist auf die Systeme unserer Partner optimal abgestimmt", erklärt Flender. "Da sich der DGN TI Konnektor um zusätzliche Applikationen modular erweitern lässt, ist er zukunfts- und investitionssicher." Nicht automatisch im DGN TI Starterpaket enthalten ist der für die Inbetriebnahme erforderliche Praxisausweis (SMC-B), denn aufgrund des Prüfverfahrens durch die Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen müssen Praxen die Ausweise bei einem zugelassenen Vertrauensdiensteanbieter (VDA) selbst beantragen. Dazu zählt auch medisign, ein gemeinsames Tochterunternehmen des DGN und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

Seit Jahresbeginn ist die Nachfrage nach medisign Praxisausweisen enorm gestiegen. Mehr als 65.000 Karten hat das Unternehmen bereits ausgeliefert - und dabei auch etliche Kliniken ausgestattet. "Wir rechnen insgesamt mit rund 100.000 SMC-B-Bestellungen", sagt Flender. Wichtig ist, dass beim Installationstermin ein freigeschalteter Praxisausweis vorliegt, da die bestellten TI-Komponenten sonst nicht in Betrieb genommen werden können. Der Ausweis sollte deshalb rechtzeitig, ca. 4 Wochen vor Termin, beantragt werden.

In Kürze wird medisign zudem den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) der zweiten Generation (G2) produzieren, der für die medizinischen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte erforderlich ist. "Wir erwarten die gematik-Zulassung unseres Ausweises im kommenden Quartal", so Flender. "Bestandskunden können ihren bisherigen eHBA dann innerhalb der Mindestlaufzeit von 24 Monaten kostenfrei gegen einen G2-Ausweis eintauschen, sobald die Praxis einen Konnektor mit Anwendungen für die qualifizierte Signatur im Einsatz hat."

Über das DGN

Auf Basis modernster Kommunikations- und Sicherheitstechnologien entwickelt das Deutsche Gesundheitsnetz (DGN) Lösungen für den sicheren und komfortablen Datenaustausch zwischen Praxen, Kliniken und Laboren. Das 1997 gegründete Unternehmen aus Düsseldorf zählt zu den marktführenden IT-Dienstleistern im deutschen Gesundheitswesen. Als qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter (VDA) nach eIDAS produziert das DGN in seinem Trustcenter qualifizierte elektronische Signaturkarten und Heilberufsausweise (eHBA) sowie EU-weit gültige Zeitstempel. In Kooperation mit verschiedenen Praxissoftware-Herstellern bietet der eHealth-Spezialist ein Ausstattungspaket für die Anbindung von Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) an. Bereits seit 2005 ist das DGN ein von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zugelassener Anbieter von KV-SafeNet-Anschlüssen und zählen zu den wenigen Providern, deren KV-SafeNet-Betrieb nach ISO/IEC 27001:2015 zertifiziert ist. Der Zugangsrouter DGN GUSbox wird in über 13.000 Praxen und Kliniken für Abrechnung, Organisation und Kommunikation eingesetzt. Seit 2009 betreibt das DGN zudem den Breitband-KV-Backbone für das sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK).

Über medisign

Die medisign GmbH, kurz medisign, ist mit rund 28.000 elektronischen Heilberufsausweisen, die in der Ärzte- und Zahnärzteschaft zum Einsatz kommen, aktuell der Marktführer für qualifizierte Signaturkarten im Gesundheitswesen. Bundesweit erkennen bereits über 50 Standesorganisationen und Unternehmen der Health-Branche medisign-Ausweise zur sicheren Online-Identifikation ihrer Mitglieder bzw. Kunden an. Das Anwendungsspektrum reicht von der kassen- und privatärztlichen Online-Abrechnung über digitale Muster bis hin zum signierten eArztbrief. Seit 2018 neu im Produktportfolio sind elektronische Praxisausweise (SMC-B) zur sicheren Anbindung von Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI). Der 2004 gegründete Signaturkarten-Anbieter mit Sitz in Düsseldorf ist ein gemeinsames Tochterunternehmen der Deutschen Apotheker- und Ärztebank und der DGN Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH und realisiert seine Kartenprodukte auf Grundlage der technischen Dienstleistungen des eIDAS-zertifizierten DGN Trustcenters.

Autor: Katja Chalupka / Datum: 17.04.2019

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